Reden kann retten - Bern

Spricht über Suizidgedanken

Reden kann retten
Suizidgedanken sind eine häufige Reaktion in Lebenskrisen, sind aber nicht
bei allen Menschen gleich stark. Gefährlich ist, dass man bei sehr grossem
Leidensdruck eine Art «Tunnelblick» bekommen kann. In diesem Zustand
können sich die Gedanken verselbständigen. Betroffene berichten, dass sie
plötzlich alles wie durch einen Nebel wahrnahmen, dass sie nicht mehr klar
denken konnten und dass sie keine Kontrolle mehr hatten über ihr Handeln.
In solchen Situationen können bereits scheinbar unwichtige Ereignisse einen
Suizidversuch auslösen – selbst wenn jemand eigentlich nicht das Leben,
sondern «nur» das Leiden beenden möchte. Damit es gar nicht erst soweit
kommt, lohnt es sich, möglichst früh über belastende Gedanken zu sprechen.
Gespräche helfen, weil es gut tut, wenn jemand zuhört, weil man beim
Sprechen die Gedanken ordnen kann und weil sich neue Perspektiven öffnen
können. Wer über seine Suizidgedanken spricht, läuft weniger Gefahr, dass
sich diese verselbständigen und es zu einem Suizidversuch kommt. Reden
kann so Leben retten. Daher ist es auch wichtig andere darauf anzusprechen,
wenn man vermutet, dass er oder sie mit dem Leben hadert.
Bundesamt für Gesundheit
Schwarzenburgstrasse 157, 3003
Bern
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